Mein Name ist Zlatko Cvjetkovic. Eigentlich Dr. Zlatko Cvjetkovic. Ich sage das nicht, um anzugeben. Ich sage es, weil ich so stolz bin, Arzt zu sein und als Mediziner arbeiten zu können.

Vor neun Jahren war ich noch Student an der Jagiellonen-Universität in Krakau, in Polen, und fragte mich, ob ich die richtige Wahl getroffen hatte, indem ich mich für ein Medizinstudium in meinem Heimatland Polen entschied. Denn meine Familie kam selbst ursprünglich aus Polen, aber aufgewachsen bin in Deutschland. Ich habe die deutsche Staatsbürgerschaft, Deutsch ist meine eigentliche Muttersprache. Ich fühle mich als Deutscher. Doch auf einen Medizinstudienplatz an einer deutschen Universität hätte ich zu lange warten müssen.

Und ich wollte doch unbedingt Arzt werden und so schnell wie möglich mit dem Studium beginnen. Unnötig zu sagen, dass die Wahl, die ich getroffen habe, die richtige war. Ich erhielt nicht nur eine großartige Ausbildung an der Jagiellonen-Universität, sondern machte auch einzigartige Erfahrungen. Ich habe so viele wunderbare Menschen in Krakau kennengelernt. Ich habe lebenslange Freunde aus vielen Ländern in Europa und auf der ganzen Welt gewonnen. Ich glaube, das hat mich nicht nur zu einem besseren Arzt, sondern zu einem besseren Menschen im Umgang mit Patienten gemacht. Manchmal vergessen Ärzte, dass die Patienten vor allem Menschen sind. Hier an der Universität habe ich gelernt, wie wichtig es ist, sich in die Menschen hineinzuversetzen.